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Werner Lind

Werner LindWerner Lind wurde 30.10.1950 im rumänischen Variaș geboren und zog als Jugendlicher nach Timișoara, wo er mit dem Judo-Training begann. Später entdeckte er seine Begeisterung für Karate und begann mit dem Karate-Training bei Ilija Jorga. Seit 1968 unterrichtete er auch selbst.
1979 siedelte er nach Deutschland über, weil er sich in seinen Bemühungen Karate, unabhängig von staatlichen Vorgaben, zu lehren behindert sah.

In Deutschland arbeitete er zunächst als Honorarlehrer für verschiedene Karateverbände. 1980 gründete er sein Dōjō Budokan in Bensheim, in dem heute neben Kenpo Karate auch Kobudō, Taijiquan, Qigong, Bujutsu, Ninjutsu und Kyūdō unterrichtet werden. 1984 beendete er die Tätigkeit als Honorarlehrer, um sich ganz dem Studium des Karate widmen zu können. 1990 gründete er den Budo Studien Kreis (BSK), in dem er Menschen um sich versammelte, die wie er das Ziel hatten, sich der Erforschung der alter Kampfkunstsysteme zu widmen. Sein Bestreben war es, die Traditionen und Formen in ihrer Ursprünglichkeit zu bewahren.
Werner Lind war ein international bekannter Kampfkunstlehrer, seine vielfältigen Buch- und Video-Veröffentlichungen wurden weltweit in viele Sprachen übersetzt.

Werner Lind legte Wert darauf, dass es nur EIN Karate gibt, innerhalb dessen man verschiedene Methoden zu einem eigenen Konzept zusammen kombinieren kann. Daher betrachtete er seine Kreation shōtōkan kenpō karate als Einführungs- und Ausbildungssystem zum großen Umfang des Karate.
Seinen Meister-Schülern (ab dem 5. dan) erlaubte er eine eigenständige Entwicklung in alle Bereiche der Kampfkünste.

Werner Lind starb am 21.12.2014 im Budokan Bensheim.

„Wir alle sind sehr glücklich, ihn als Menschen und großartigen Lehrer erlebt zu haben. Er hat nicht nur technisch die Kampfkunst in Deutschland und Europa verändert, sondern vor allem durch sein Wesen und seine Art Budo zu vermitteln uns als Menschen geprägt. Für viele von uns war er Wegbereiter und -begleiter im wahrsten Sinne des Wortes.“

„Lieber Werner, wir werden dich sehr vermissen und danken dir für dein großartiges Lebenswerk, welches wir im Herzen und in Taten weiterführen werden.“